25 Juni, 2025


PGS Group geht den nächsten konkreten und strategischen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Palettenindustrie. Nach der Sommerpause wird das Unternehmen seinen ersten vollelektrischen Lkw einsetzen, um Fertigpaletten von den Standorten in Snaaskerke und Lichtervelde an Kunden in der Region zu liefern. Auf den Rückfahrten wird der Lkw Holz aus dem Sägewerk in Zulte abholen, um die Produktionsstandorte zu beliefern – und damit einen vollständig elektrischen Versorgungskreislauf schließen.

Lernen, testen und skalieren

Der Mercedes eActros 600 wird vom Logistikpartner EUTRACO geliefert. Im ersten Jahr rechnet PGS mit bis zu vier Rundfahrten pro Tag in Ost- und Westflandern, was einer Jahresleistung von rund 75.000 Kilometern entspricht. Diese Pilotphase soll Erkenntnisse über Leistung, Ladekapazität und Effizienz liefern.

„Kein Greenwashing“, sagt CEO Luc Grauwet. „Wir wollen den Lkw durchdacht einsetzen, aus unseren eigenen Erfahrungen lernen und dann mit maximaler Effizienz skalieren. Unsere Ambition ist klar: unsere CO₂-Emissionen strukturell zu senken und unsere Betriebsprozesse kontinuierlich zu verbessern.“

Zusammenarbeit mit Logistikpartner EUTRACO

PGS setzt diesen Schritt gemeinsam mit EUTRACO, einem führenden Logistikunternehmen mit klarer Verpflichtung zur Nachhaltigkeit. Bis Ende 2025 plant EUTRACO, 25 % seiner Lkw-Flotte zu elektrifizieren. Darüber hinaus stattet das Unternehmen alle seine Standorte mit intelligenten Ladestationen, Solaranlagen und Energiemanagementsystemen aus, um eine optimale Gesamteffizienz sicherzustellen.

„Gemeinsam mit anderen Early Adopters wollen wir in unserer Branche einen Maßstab für nachhaltigen Transport setzen“, sagt Patricia Simoen, CSR Managerin bei PGS Group.

Scope 3 ist nicht der Rand, es ist der Unterschied

„Die CSRD, eine europäische Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, wird uns in naher Zukunft verpflichten, über unsere gesamten Emissionen zu berichten“, erklärt Patricia Simoen. „Dazu gehören auch die Scope-3-Emissionen, die außerhalb unseres direkten Betriebs liegen, aber dennoch in unserem Einflussbereich.“

PGS nimmt diese Verantwortung ernst, indem das Unternehmen diese Emissionen entlang der Wertschöpfungskette systematisch erfasst und gezielte Maßnahmen zu deren Reduzierung ergreift. „Die größte Auswirkung entsteht oft nicht in der Produktion selbst, sondern in den Prozessen davor und danach. Deshalb investieren wir in Lösungen, die dort einen echten Unterschied machen.“ Diese Lösungen reichen von Logistikoptimierung und zirkulären Praktiken bis hin zu nachhaltiger Beschaffung und digitalen Werkzeugen.

„Bei PGS ist der innerbetriebliche Kleintransport, der unter Scope 1 fällt, inzwischen nahezu vollständig elektrifiziert. Gemeinsam mit EUTRACO weiten wir diese Elektrifizierung nun auf das breitere Logistiknetz aus: von Lieferanten über Standorte bis hin zu Kunden. Für längere Distanzen investieren wir außerdem in strukturelle Alternativen wie Bahn- und Binnenschifffahrt.“

Für PGS steht fest: „Scope 3 ist nicht der Rand“, sagt Simoen. „Dort muss der wirkliche Wandel stattfinden.“