22 Mai, 2026


Holz ist ein verantwortungsvoller Werkstoff, dennoch hinterlässt auch dieser einen ökologischen Fußabdruck. Die Kreislaufnatur unserer Produkte bietet PGS eine starke Grundlage. Sieentbindet uns jedoch nicht von der Verantwortung, CO₂-Emissionen zu reduzieren, Menschen am Arbeitsplatz zu schützen und die Auswirkungen unserer Entscheidungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verstehen.

Seit mehreren Jahren baut die PGS Group interne Strukturen rund um ihre wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen auf. Mit diesem Bericht machen wir diese Arbeit erstmals öffentlich. Der Bericht wurde freiwillig erstellt und orientiert sich am Rahmenwerk der European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Er erscheint zwei Jahre vor unserer Frist zur Einhaltung der CSRD-Anforderungen.

Der Nachhaltigkeitsbericht deckt das Geschäftsjahr 2025 ab und bietet einen transparenten Einblick in die Arbeitsweise der Gruppe sowie in ihre zukünftige Ausrichtung.

Nachhaltigkeit im Überblick

ESRS E1 – Klimawandel

Für uns als Industrieunternehmen, das von natürlichen Ressourcen und Energie abhängig ist, stellt der Klimawandel ein hochrelevantes Thema dar:

  • Für alle Scopes wurden CO₂-Reduktionsziele festgelegt im Einklang mit dem europäischen Ziel der Klimaneutralität bis 2050 und gemäß den Vorgaben der SBTi.
  • Ein Klimatransformationsplan übersetzt unsere Ambitionen in konkrete Reduktionsmaßnahmen, klare Zeithorizonte und bedeutende Investitionen.
  • Seit 2022 konnten die CO₂-Emissionen aus den eigenen Aktivitäten der PGS Group um 37 % reduziert werden, während die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (von der Forstwirtschaft bis zum Produktlebensende) um 8 % gesenkt wurden.

ESRS E5 – Kreislaufwirtschaft & Ressourcennutzung

Die Kreislaufwirtschaft bleibt durch die Reparatur und das Pooling von Paletten ein zentraler Bestandteil der Aktivitäten der Gruppe, wobei gleichzeitig ein besonderer Fokus auf nachhaltige Materialnutzung und verantwortungsvolles Abfallmanagement gelegt wird. Im Geschäftsjahr FY2025:

  • Wurden mehr als 25 Millionen Einheiten in unserem Netzwerk zur Reparatur und Wiederverwendung zurückgeführt.
  • Werden bei Nails of Flanders inzwischen 97 % recyceltes Metall für die Herstellung von Palettennägeln eingesetzt.
  • Entwickelte unser F&E-Team einen formaldehydfreien Klebstoff für Pressholzklötze.

ESRS S1 – Eigene Belegschaft

Unsere Mitarbeitenden bilden das Rückgrat unserer Aktivitäten. Im Rahmen von ESRS S1 konzentriert sich dieser Bericht auf zwei Prioritäten: die Steuerung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Weiterentwicklung von Schulungs- und Kompetenzprogrammen innerhalb der Gruppe.

  • Mehrere Standorte konnten ihre ISO-45001-Zertifizierung im Jahr 2025 fortführen und damit ein strukturiertes Arbeitsschutzmanagement nachweisen.
  • Die Einführung der neuen zentralisierten HR-Managementsysteme AFAS und Protime wurde gestartet und schafft die Datenbasis für eine künftig konsistentere Personalberichterstattung

ESRS G1 – Unternehmensführung

Verantwortungsvolle Unternehmensführung ist weit mehr als eine reine Compliance-Aufgabe, sie bildet die Grundlage für das Vertrauen unserer Stakeholder und die langfristige Kontinuität unseres Geschäfts. Im Geschäftsjahr FY2025 haben wir weitere Fortschritte bei der Formalisierung der Richtlinien und Prozesse erzielt, die ethisches Handeln innerhalb der Gruppe unterstützen.

  • Wichtige Governance-Richtlinien wurden gruppenweit eingeführt, darunter Verhaltenskodizes und ein Hinweisgebersystem, unterstützt durch systematische Risikoanalysen.
  • Robuste Prozesse für eine nachhaltige Holzbeschaffung sind etabliert und werden durch eine gruppenweite PEFC-Zertifizierung für unsere Sägewerke, Produktions- und Reparaturstandorte unterstützt.
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Ein Bericht mit Fokus auf kontinuierliche Verbesserung

Dieser erste Nachhaltigkeitsbericht versteht sich nicht als abgeschlossene Geschichte. Der Reifegrad unterscheidet sich weiterhin je nach Nachhaltigkeitsthema. In einigen Bereichen sind Datensysteme bereits gut etabliert und Fortschritte messbar, während in anderen die Strukturierungsarbeit noch weiterläuft. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, beide Seiten darzustellen, anstatt ein perfektioniertes Bild zu vermitteln.

Wir hätten warten können, bis die Zahlen besser oder die Systeme vollständiger sind. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden. Ein erster Bericht, der auch die Lücken aufzeigt, ist glaubwürdiger und hilfreicher als ein Bericht, der diese ausblendet.“ - Morganne Danneels, Sustainability Project Management
Ein großer Teil der Arbeit in diesem Jahr bestand darin, die Grundlagen für das ESRS-Reporting zu schaffen: Daten zu strukturieren, Definitionen zwischen den Standorten abzustimmen und zu verstehen, was wir tatsächlich wissen – und was noch nicht. Genau diese Disziplin macht Fortschritte messbar.“ - Wilg Blancquaert, Sustainability Project Management